Überall dort, wo Wärmedämmung eingesetzt wird, entfaltet sich ihre Wirkung automatisch: beim Wintermantel wie bei der gedämmten Rohrleitung, bei der Hausfassade wie beim Warmwasserspeicher. Es braucht keine Hilfsaggregate, keine Einstellungen, keine regelmäßige Nachjustierung. Wo Dämmung anliegt, reduziert sie Wärme- bzw. Kälteverluste. Diese Wirksamkeit ist belegt durch zahlreiche Forschungsergebnisse überall auf der Welt.
Und: Die energetische Sanierung von Gebäuden bringt gleich zwei dringend nötige Aspekte voran: Sie reduziert den Einsatz fossiler Energieträger und gleichzeitig den Ausstoß schädlicher Treibhausgase. Eine Reihe von Dokumenten informiert über weitere Details zum Thema. Allen voran folgendes Weißbuch von Sto | PDF 4,8 MB Es arbeitet das Thema Wärmedämmung fachlich-wissenschaftlich fundiert auf.

Wärmedämmung Vorteile:
Eine fachgerecht ausgeführte Wärmedämmung bietet viele Vorteile. Sie spart Energie, CO₂ und Kosten, verbessert den Wohnkomfort, schützt die Bausubstanz und erhöht so den Werterhalt des Gebäudes.
Wärmedämmung Arten:
Grundsätzlich reduzieren alle Maßnahmen zur Wärmedämmung den Energieverbrauch. Die Fassadendämmung und die Dämmung des Dachs bieten das größte Einsparpotenzial. Denn die Hauptwärmeverluste gibt es über die äußere Gebäudehülle: Fenster, Wände und Dach. Als weitere Dämmmaßnahme bietet sich die Dämmung der Decke bzw. die Kellerdeckendämmung an. Welche Dämmung am meisten bringt, erfahren Sie hier:
> Wärmedämmung Fassade
Wärmedämmung Materialien:
Für verschiedene Anwendungsfälle eignen sich unterschiedliche Materialien. Einen umfassenden Überblick erhalten Sie auf unserer Seite > Dämmstoffe und Dämmsysteme

Der Einsparerfolg ausgeführter Energiesparmaßnahmen wurde seit 1920 weltweit in ungezählten wissenschaftlichen Studien und Messungen an Gebäuden nachgewiesen. Die Deutsche Energie-Agentur beispielsweise untersuchte 350 Wohngebäude, deren Heizenergieverbrauch nach der Sanierung (ab 2003) um durchschnittlich 76 % von 223 auf 54 kWh pro Quadratmeter und Jahr sank.
Quelle: dena-Studie.
Der Wärmetransport durch Fassadenbauteile wird als Transmission bezeichnet. Je besser die Wärmeleitfähigkeit eines Bauteils, desto höher die Wärmeverluste. Der Wärmedämmwert eines Bauteils resultiert aus der Wärmeleitfähigkeit und der Dicke der verwendeten Materialien. Er wird als U-Wert angegeben. „Typische Außenwände eines Altbaus haben U-Werte zwischen 1,4 bis 1,8 W/m2K. Hier muss also bei null Grad Außentemperatur eine Wärmeleistung von ca. 30 bis 40 W pro Quadratmeter Außenwandfläche bereitgehalten werden, um eine Innentemperatur von 20 °C aufrechtzuerhalten. Heutige, gut gedämmte Außenwände erreichen U-Werte zwischen 0,1 und 0,3 W/m2K, verlieren also um den Faktor 5 bis 10 weniger Energie über Transmission als Bestandsgebäude. Ähnliche Verhältnisse treten auch bei anderen Bauteilen wie Dach und Kellerdecken auf.“
Über den Sinn von Wärmedämmung, Dr. Volker Kienzlen e.a., 2014, Karlsruhe: Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH, 2015 Download | PDF 5 MB
Die Vorstellung, man könne auf eine Fassadendämmung verzichten, wenn nur das Mauerwerk dick genug sei, führt in die Irre. In der Vergangenheit wurde für Gebäude mit Wandstärken von bis zu 60 Zentimetern und mehr entweder Vollziegel oder Bruchsteine verarbeitet. U-Werte unter 1 W/m2K sind dabei die absolute Ausnahme. Im Sommer speichert die Sonne zwar große Wärmemengen in derart massive Wände und Decken ein; spätestens im Oktober ist diese Wärme aber wieder verloren. Dann sinkt die Raumtemperatur unter 15 °C und wir beginnen zu heizen: In ungedämmten massiven Altbauten wird meist 220-240 Tage im Jahr geheizt. Wärmeschutz ist hierzulande klimagerechtes Bauen, weil unsere Heizperiode kalt, dunkel, nass, windig und lang ist. Wärmedämmung verkürzt die Heizperiode und senkt zudem die notwendige Heizleistung, indem sie die Sonnenwärme, die durch verglaste Bauteile ins Innere gelangt, länger im Haus hält. Dass diese Sonneneinstrahlung auch dann, wenn sie auf ungedämmte massive Wände fällt, zur Energieeinsparung beitragen würde, ist das nächste Missverständnis. Unzählige Versuchsanordnungen und Messreihen haben in den vergangenen einhundert Jahren die Haltlosigkeit dieser Hoffnung belegt.
Weißbuch Sto-Fassadendämmung, Stühlingen, Sto SE & Co. KGaA, 2015, S. 16 ff Download | PDF 4,8 MB
Finanziell lohnt sich eine energetische Fassadensanierung schnell. Mit den aktuellen Förderprogrammen und der eingesparten CO₂-Abgabe auf Öl und Erdgas liegen die Amortisationszeiten meist unter zehn Jahren. Ein KfW-40-Haus verbraucht deutlich weniger Energie als ein Neubau nach dem Mindeststandard des GEG.
Einsparpotenziale und Amortisationsdauer lassen sich mit dem Energiesparrechner berechnen.
Berechnet man mit dem Energiesparrechner eine typische 30 cm dicke Bims-Hohlblocksteinwand der 50er bis 70er Jahre (1,3 W/(m2K)) zeigt sich: Höhere Dämmdicken ab 16 cm sind durch die Förderung der KfW (20 % Zuschuss auf die Gesamtkosten) wirtschaftlicher als Dämmungen unter 16 cm. Innerhalb ihrer langen Lebensdauer macht sich der Aufwand für die Wärmedämmung nach 6 – 10 Jahren bezahlt, danach amortisiert die Heizkosteneinsparung auch den Fassadenputz und die Entlastung läuft weiter.
Der kostenoptimale Zeitpunkt für Energiesparmaßnahmen ist dann gegeben, wenn ohnehin anstehende Modernisierungs- und Instandhaltungsarbeiten mit der energetischen Ertüchtigung gekoppelt werden. Soll beispielsweise der Putz erneuert werden, entstehen Kosten für Baustelleneinrichtung, Gerüst, Putz, Fensterbänke, etc. Die Mehrkosten für die zusätzliche Wärmedämmung sind überschaubar und amortisieren sich dann noch schneller, wie Studien des Forschungsinstituts für Wärmeschutz (FIW), des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), des Instituts Wohnen und Umwelt (IWU) und der KfW-Bank belegen.
Der finanzielle Nutzen wird durch eine Wertsteigerung des Gebäudes und die deutliche Erhöhung der Wohnbehaglichkeit ergänzt.
Wände sind keine Lüftungstechnik. Die Raumfeuchte diffundiert von alleine nur zu maximal vier Prozent durch die Wand. Stattdessen absorbiert bei höherer Innenluftfeuchte der Innenputz den größten Teil des im Raum freigesetzten Wasserdampfs. Von dort trocknet die Feuchte später wieder an die Raumluft ab und muss weg gelüftet werden. Mit oder ohne Wärmedämmung – zur manuellen oder automatisierten Wohnungslüftung gibt es keine Alternative, da Gebäude nicht atmen und noch nie geatmet haben.
Was nicht dicht ist, geht kaputt
Es ist allgemein anerkannte Baupraxis, dass ein Gebäude – auch ohne Dämmung – hinreichend luftdicht sein muss, um Bauschäden (Feuchte in Bauteilen) und einen unkontrollierten Luftwechsel (Wärmeverluste) zu verhindern. Die Idee eines „atmenden Gebäudes“ mit Luftaustausch durch Bauteile hindurch, beruht auf einem längst widerlegten Messfehler aus dem 19. Jahrhundert sowie auf der Erinnerung an zugige Gebäude der Vergangenheit, mit undichten Dach-, Fenster- und Türanschlüssen, unverputzten Bauteilfugen etc. Diese Undichtigkeiten konnten unkontrolliert durchströmt werden, was bei entsprechenden Temperaturen zum Ausfall von Tauwasser im Bauteil führte und diese dauerhaft durch Feuchte schädigte.
Ein verbreitetes Vorurteil besagt, dass gut gedämmten Häusern Gefahr durch Schimmelpilze drohe. „Doch das Gegenteil ist richtig: Schimmelbefall verbirgt sich vor allem dort, wo falsch oder gar nicht gedämmt ist.“ Dies haben die Stiftung Warentest und viele andere Fach-Institutionen bereits unzählige Male beschrieben. Baulicher Wärmeschutz senkt das Risiko eines Schimmelbefalls auf der Innenseite von Außenbauteilen und vermeidet Bauschäden durch Feuchtigkeitsbildung. So trägt eine Wärmedämmung am Haus zu dauerhaft zum gesunden Wohnen bei.
Siehe auch Sonderdruck Test Spezial Energie, Schimmelpilze, Dämmen contra Schimmel, 06/2006 Download
Dem Schimmel den Saft abdrehen.
Schimmel braucht für sein Wachstum kein sichtbares Tauwasser, eine relative Luftfeuchte von 80 % an Oberflächen über eine Dauer von drei bis fünf Tagen reicht. Da die relative Luftfeuchte von lokalen Temperaturen abhängt, ist sie in der Nähe ungedämmter Außenwände und dort insbesondere in den Ecken oder hinter Möbeln besonders hoch. Eine Wärmedämmung verhindert, dass Oberflächen von Außenbauteilen so weit abkühlen, dass bei der relativen Raumluftfeuchte ein kritischer Wert erreicht wird. Nochmals die Stiftung Warentest: „Eine äußere Wärmedämmung in Verbindung mit einer geeigneten Fassade ist in der Regel die beste Voraussetzung, um Feuchte- und Schimmelproblemen dauerhaft vorzubeugen.“ Die bisher größte Untersuchung von Wohnungsschimmel an 5.530 Wohnungen durch drei Hygienelehrstühle deutscher Hochschulen kam zu dem Ergebnis: „Wärmedämmungen reduzieren das Risiko für Feuchteschäden und Schimmelbefall“. Prof. Brasche e.a., Vorkommen, Ursachen und gesundheitliche Aspekte von Feuchteschäden in Wohnungen, in: Bundesgesundheitsblatt 2003
Ohne Lüften ging es nicht und geht es nicht
Sind ausnahmsweise einmal sanierte, wärmegedämmte Häuser von Schimmel betroffen, liegen die Ursachen fast immer bei sogenannten „Wärmebrücken“ und/oder zu geringen Luftwechselraten.
Wärmebrücken entstehen an Stellen, an denen die Dämmschicht unterbrochen oder zu gering dimensioniert ist (z. B. bei Anschlüssen an Keller oder Dach, bei auskragenden Balkonplatten etc.).
Da nach der Sanierung zuvor undichter Gebäude der Lüftungsbedarf steigt, muss das Lüftungsverhalten angepasst werden. Wer also gewohnt war, dass feuchte Luft stets durch undichte Fenster oder sonstige Fugen verschwand, muss nun regelmäßig die Fenster zum Stoßlüften öffnen oder die Arbeit an eine Lüftungsanlage delegieren.
Algen sind überall in der Natur zu finden und besiedeln bei geeigneten Bedingungen nahezu jede Oberfläche, darüber berichtete 2020 die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) unter dem Titel "Die Rückkehr der Algen und Flechten". Sie sind ungefährlich, nur eine optische Beeinträchtigung und zerstören an der Fassade nichts. Da gedämmte Fassaden nicht von innen mit geheizt werden, sind sie etwas kühler als ungedämmte und können dadurch häufiger von Tau befeuchtet werden, was Algen prinzipiell entgegenkommt. Um die Wahrscheinlichkeit einer Algenbesiedelung dennoch möglichst gering zu halten, enthalten heute viele Fassadenputze und Fassadenffarben einen verkapselten, Mikroorganismen unterdrückenden Filmschutz. Wer diesen Mechanismus nicht nutzen möchte, kann auf Farben und Putze zurückgreifen, die Mikroorganismen mit natürlichen Mitteln zurückweisen.
Kunstgriffe der Natur
Solche „bionischen“ Putze und Farben nutzen „Tricks“ der Natur, die von Pflanzen oder Tieren übernommen wurden. Die Fassadenfarbe StoColor Dryonic® z. B. funktioniert wie der Rückenpanzer eines afrikanischen Käfers. Auf der mikro-strukturierten Oberfläche können sich Regen, Nebeltröpfchen und Tau nicht wie bei herkömmlichen Farben sammeln. Feuchtigkeit verteilt sich großflächig zu einem dünnen Film, die Fassadenoberfläche trocknet deutlich rascher ab. Die wasserabweisende Fassadenfarbe entzieht damit Algen und Pilzen ihre Lebensgrundlage, die Feuchtigkeit.
In Deutschlands Wohnungen und Häusern brennt es rund 186.000-mal pro Jahr. Bei nur 0,01 Promille aller Brände oder 1,8 größeren Brandfällen pro Jahr brennen WDVS mit schwerentflammbaren Dämmstoffen mit. Fassadendämmungen verursachen weder Brände noch erhöhen sie deren Zahl.
Fassaden haben in Deutschland kaum Einfluss auf Brände.
Unabhängig von der Frage, ob ein Gebäude gedämmt ist oder nicht, sind stets alle Brandvorschriften einzuhalten, damit Fluchtwege benutzbar bleiben und die Ausbreitung eines Feuers möglichst verlangsamt wird. Hohe Gebäude dürfen in Deutschland grundsätzlich nur mit nichtbrennbaren Baustoffen errichtet werden. Und bei Einfamilienhausbränden spielt die Fassade kaum eine Rolle bei der Brandweiterleitung: Wegen der geringen Gebäudehöhe schlagen Flammen aus Zimmerbränden, von brennenden Autos, Carports oder Mülltonnen direkt ins Dach oder gelangen über Fenster ins Haus. Die vielerorts üblichen und für kleine Gebäude auch zulässigen Holzverkleidungen von Fassaden sind unter dem Aspekt des Brandschutzes als kritischer zu bewerten als der Einsatz von Wärmedämm-Verbundsystemen (WDVS).
Fassadendämmung schont Ressourcen und entlastet die Umwelt. Bei Altbauten verringern sie jahrzehntelang Energieverbrauch und CO₂-Emissionen. Bei Neubauten lassen sie Wandquerschnitte schrumpfen und ersetzen massereiche, schwere Bauprodukte (Mauerwerk, Beton) durch massearme leichte Dämmstoffe. Damit sparen sie viel Energie bei der Baustoffherstellung und beim Transport. Zudem benötigen Dämmstoffe nur vergleichsweise wenig Energie für ihre Herstellung, die sie in ihrer Nutzungsphase schnell wieder einsparen.
Die Bilanz ist nach wenigen Monaten ausgeglichen.
Bei der Ermittlung der energetischen Amortisationszeit von Dämmstoffen wird der Aufwand zu dessen Herstellung der Einsparung an Primärenergie infolge seiner dämmenden Wirkung gegenübergestellt. „In der Regel liegt die energetische Amortisationszeit von Dämmstoffen unter zwei Jahren.“
Siehe auch Positionspapier "Über den Sinn von Wärmedämmung", Dr. Volker Kienzlen e.a., 2014, Karlsruhe: Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH, 2015 Download
Blickt man auf die Lebensdauer eines Dämmsystems (siehe unten), ist es also sehr sinnvoll, Öl als langfristig wirksame Dämmung zu nutzen, um damit eine vielfache Menge des eingesetzten Öls einzusparen. Das bestätigen auch die Verbraucherzentrale und der kritische Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), der ein WDVS mit Polystyrol so befürwortet: „… zumal selbst, wenn dieser Stoff aus Erdöl hergestellt wird, die Einsparung in wenigen Monaten den Herstellungsaufwand übersteigt.“
Dämmstoffe unterliegen keinem Abnutzungsprozess, Deckschichten schützen sie vor Umwelteinflüssen, sie halten so lange wie das Gebäude. Erst bei Abriss des Hauses oder eines Bauteils erfolgt der Ausbau mit – je nach Dämmstoff – anschließendem Recycling oder thermischer Verwertung. Das älteste Wärmedämm-Verbundsystem schützt seit 1963 ein Mehrfamilienhaus in Hauenstein (Pfalz) vor Wärmeverlusten und wurde seither nur gestrichen.
Putz ist Putz
Das Fraunhofer Institut für Bauphysik IBP hat Wärmedämm-Verbundsysteme seit 1980 in fortlaufenden Untersuchungen auf ihr Alterungsverhalten abgeklopft. Festgestellt wurden nur einzelne Mängel am Fassadenputz wie Risse und Abplatzungen, die nicht auf dem Dämmsystem beruhen. Das Fazit: Das Alterungsverhalten bei Fassaden mit WDV-Systemen ist „ähnlich zu bewerten wie bei konventionell verputzten Außenwänden“ Darüber hinaus attestierten die Forscher, dass der Wartungsaufwand bei gedämmten Fassaden „vergleichbar zu verputzten Fassaden ohne Dämmung“ sei.
Siehe auch IBP-Mitteilung "Beurteilung des Langzeitverhaltens ausgeführter Wärmedämmverbundsysteme, Kristin Lengsfeld e.a. Download
Wärmedämmung am Haus ist kein Umweltproblem, sondern Teil seiner Lösung. Eine einmal angebrachte Dämmung reduziert die Verbrennung fossiler Energien und den Schadstoffausstoß aus der Heizung für viele Jahrzehnte. Bei Neubauten spart sie Energie für die Herstellung und den Transport massereicher Baustoffe und bei Altbauten verlängert die Dämmung die Gebäudenutzungsdauer, was den Bauschutt frühzeitiger Gebäudeabrisse vermeidet.
Fit für die Kreislaufwirtschaft
Seit 2020 fordert das Kreislaufwirtschaftsgesetz höhere Recyclingquoten für alle Baustoffe. Für Dämmstoffe stellt das kein Problem dar: Die erste industrielle Recyclinganlage für Polystyrol (EPS) namens PolyStyreneLoop wurde am 16. Juni 2021 in Terneuzen (Niederlande) in Betrieb genommen.
Durch die Verflüssigung mittels des CreaSolv®-Verfahrens kann das Material direkt auf der Baustelle stark im Volumen reduziert werden, was den Transportaufwand erheblich verringert. Nach der Abtrennung von Verunreinigungen wird es zu neuem, aufschäumbarem Granulat verarbeitet. Für andere Dämmstoffe befinden sich weitere Recyclingverfahren in Vorbereitung.
Kleinmengen und nachwachsende Rohstoffe
Die lange Haltbarkeit von Dämmstoffen macht ein Recycling heute noch nicht akut, der Rückfluss von Dämmstoffen aus dem Gebäudeabbruch ist noch gering. Daher ist auch das Verbrennen der heute noch kleinen Mengen in Müllheizkraftwerken und Zementwerken eine sinnvolle stoffliche Nutzung. Auch viele Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen (NawaRo) werden so zweitverwertet.
Für Gebäude mit Wärmedämmung gilt, was auch für ungedämmte Gebäude gilt: Es kommt auf die kreative Nutzung der Möglichkeiten an. Und diese bieten Fassadendämmsysteme reichlich. Die Auswahl möglicher Fassadenmaterialien und -oberflächen reicht von verschiedenen Fassadenputzen und und Fassadenfarben über keramische Flächen, Klinkerfassaden, Natursteinfassaden, Glasfassaden bis hin zu plastischen Fassadenelementen.
Das Charakteristische kann bleiben
Selbst Fassadenornamente vergangener Architekturepochen müssen nicht unter einer Dämmschicht verschwinden. Das liegt in der Entscheidung der Hauseigentümer. Heute stehen Materialien und Techniken zur Verfügung, mit denen Sanierungen behutsam umgesetzt werden, ohne den Gesamteindruck des Hauses zu verändern. Das gilt auch für denkmalgeschützte Gebäude, bei denen mit einer Innendämmung oder einer Kombination von Innen- und Außendämmung die gewünschte Energieeinsparung erreicht werden kann.
Die energetische Sanierung des Gebäudebestands stellt einen wesentlichen Baustein der Energiewende dar, da dort etwa 40 Prozent der in Deutschland verbrauchten Endenergie eingesetzt werden – hauptsächlich zum Heizen. Wärmedämmung schafft die Voraussetzung für den zukünftigen Einsatz erneuerbarer Energien, indem sie den Energiehunger unserer Häuser reduziert. Die Fassadendämmung liefert dazu den größten Beitrag im Gebäudesektor.
Wer wenig verbraucht, hat die Wahl.
Die Energieeinsparung bei Bestandsgebäuden ist also eher eine notwendige Voraussetzung zur flächendeckenden Nutzung regenerativer Energien, statt eine Alternative dazu. Eine Studie im Auftrag der gemeinnützigen Agora Energiewende hat klar gezeigt, dass die energetische Gebäudemodernisierung geeignet ist, die volkswirtschaftlichen Kosten der Energiewende zu begrenzen und einen „sinnvollen Wettbewerb zwischen verschiedenen Energieversorgungsoptionen“ erst ermöglicht.
Studie Wert der Effizienz im Gebäudesektor in Zeiten der Sektorenkopplung, ifeu, Fraunhofer IEE und Consentec, Berlin: 2018 Download | PDF 5,1 MB
Wir geben Ihnen Antworten auf wichtige Fragen von Bauherren und Hausbesitzern zum Thema Wärmedämmung: Vorteile, Vorschriften und Normen, Zuschüsse, Qualität etc.
Wärmedämmung schützt Gebäude vor Energieverlusten, indem sie den Wärmestrom durch die Gebäudehülle verringert. Sie trägt dazu bei, dass Innenräume im Winter länger warm und im Sommer angenehm kühl bleiben. So wird der Wohnkomfort gesteigert und die Gebäudesubstanz langfristig geschont.
Eine fachgerecht ausgeführte Dämmung hat viele Vorteile: Sie erhöht den Wohnkomfort, vermindert Zugluft und Temperaturschwankungen und sorgt für ein ausgewogenes Raumklima. Zudem kann sie helfen, die Heizkosten zu reduzieren und den Wert der Immobilie zu erhalten oder zu steigern.
Besonders effektiv wirkt eine Dämmung an der Fassade, am Dach und an der Kellerdecke. Diese Bauteile sind am stärksten von Wärmeverlust betroffen. Eine abgestimmte Dämmstrategie berücksichtigt die Bauweise des Hauses und sorgt für ein harmonisches Zusammenspiel aller Bauteile.
Ja, in Deutschland regelt das Gebäudeenergiegesetz (GEG) die energetischen Anforderungen an Neubauten und Sanierungen. Es definiert Mindeststandards für die Dämmung von Wänden, Dächern und Kellerdecken. Alle Sto-Systeme erfüllen diese relevanten gesetzlichen Vorgaben und sind baurechtlich zugelassen.
Für Arbeiten an der Fassade oder am Dach stehen verschiedene Förderprogramme zur Verfügung. Dazu zählen unter anderem Zuschüsse der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) sowie zusätzliche regionale Förderungen. Auf wertsache-zukunft.de erhalten Bauherren übersichtlich aufbereitete Informationen zu den aktuell verfügbaren Förderungen im Bereich Fassadendämmung.
Die Qualität einer Wärmedämmung erkennt man an geprüften Systemkomponenten, sorgfältiger Verarbeitung und einer einheitlichen Oberfläche. Professionelle Fachbetriebe verwenden meist bewährte Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS) wie StoTherm Classic® oder StoTherm Mineral, die in anerkannten Prüfverfahren geprüft sind. Nach Abschluss der Arbeiten kann ein Energieberater mithilfe von Thermografie oder Blower-Door-Tests die Dichtheit und Dämmwirkung überprüfen. Für eine individuelle Beratung steht Ihnen unser Angebot der kostenlosen Energieberatung zur Verfügung – vereinbaren Sie gern ein unverbindliches Telefongespräch mit einem Experten.