Sto-Fassaden können direkt auf massiven Wandbildnern aufgebaut werden oder Teil eines Fassadendämmsystems sein – als vorgehängtes hinterlüftetes Fassadensystem (VHF) oder als Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS). Auf der wärmebrückenfreien Sto-VHF-Unterkonstruktion können fugenlose und fugenbetonte – darunter auch photovoltaisch aktive – VHF-Varianten ausgeführt werden. Acht verschiedene WDVS, die auf sechs unterschiedlichen Dämmstoffen – von Holzweichfaser- bis PIR-Platten – basieren, können bei nahezu jeder Bauaufgabe einen Energie sparenden Untergrund bilden für die eigentliche Gestaltung der Fassade.
Die hierfür angebotene Vielfalt an Oberflächen umfasst Putze, deren nahezu unbegrenzte Möglichkeiten in der StoSignature-Systematik beschrieben sind, Klinker, Ziegel und Keramik, Naturstein, massive Verolith-Fassadenelemente, Glas (darunter auch Photovoltaik-Module) und Glasmosaik sowie vorgefertigte Putzelemente. Da jede Oberfläche immer nur so gut sein kann wie ihr Aufbau, stehen zu all diesen Möglichkeiten stets die passenden Grundierungen, Unterputze und Zwischenbeschichtungen ebenso bereit wie langzeiterprobte Anschluss-, Übergangs- und Abschlussdetails. Sie ermöglichen auch das Kombinieren von Systemen, das Mischen von Materialien und spezielle Ausprägungen wie angeschrägte Laibungen oder modulierte Oberflächen.

Gelungene Gestaltung beginnt im Kopf, setzt auf Fachwissen, nutzt geeignete Materialien und handwerkliche Exzellenz. Das gilt auch für Putzfassaden. Auf dem Weg von der Idee zum Resultat vermittelt die StoSignature-Systematik zwischen Vision und Umsetzung.
Fassadenputz ist eines der ältesten Baumaterialien und lässt sich fast unbegrenzt gestalten. Seine zahlreichen Varianten (z.B. Siliconharzputze, mineralische oder silikatische Putze, in verschiedenen Korngrößen, als Modellierputz, mit Lotus Effekt Technology, ...) machen ihn fit für unterschiedlichste Aufgabenstellungen. Anfang des 20. Jahrhunderts erreichte der Putz in der Handhabung durch die Meister der klassischen Moderne eine neue Ausdrucksqualität. Befreit von allen Schmuckelementen ermöglichte das verputzte Gebäude die Erfahrung eines monolithischen Baukörpers und ermöglichte die volle Konzentration auf den umbauten Raum und seine Beziehungen zum umgebenden Raum.
Nach einer Krise, in der sinkende Qualitätsansprüche zu einer Verarmung des Gestaltungsspielraums geführt hatten, hat sich das Blatt seit einigen Jahren gewendet. Planer greifen wieder häufiger auf die vielgestaltigen Möglichkeiten des alten Werkstoffs zurück. Neues wird erprobt, Altes wiederentdeckt. In beiden Fällen wird Knowhow benötigt: Welche Parameter spielen welche Rolle? Was lässt sich wie kombinieren? Um solche und viele weitere Fragen mit System beantworten zu können, wurde StoSignature entwickelt – die Systematik für Putzfassaden. Sie schlägt die Brücke zwischen Ordnung und Ästhetik, schafft Überblick und inspiriert.
Die Oberfläche eines Putzes kann rau sein, fein, linear texturiert oder graphisch überarbeitet. Er tritt in seiner Materialfarbigkeit auf oder getönt. Er kann um weitere Farben und Lasuren ergänzt werden oder kombiniert mit Natursanden oder Glaspartikeln. Doch ganz gleich ob Kellenwurf oder Besenstrich oder Betonoptik, die StoSignature-Systematik beinhaltet alle diese Ausdrucksformen und verweist auf noch mehr Möglichkeiten. Vier Basis-Texturen (Fine, Rough, Linear, Graphic), die vielfältig ausgeformt werden können, bilden die Grundlage. Dazu kommen additive Effekte (Putz auf Putz, deckende oder lasierende Anstriche, Granulate). Multipliziert man die Summe dieser Möglichkeiten mit der Zahl der Farbnuancen und ihren Kombinationsmöglichkeiten und setzt das Ganze dann ins Quadrat der individuellen Handschriften der Fachhandwerker, entsteht eine unermessliche Zahl an Varianten.
Ziegel und Klinker eignen sich bestens als Oberflächen für hochgedämmte Fassaden. Zu 100 Prozent aus natürlichen Sedimenten bestehend, bilden sie eine attraktive und langlebige Wetterschale. Und seit Fassaden auch die Aufgabe haben, Energieverschwendung zu minimieren, gehen Klinker und Ziegel einerseits und hochdämmenden Bauweisen andererseits immer häufiger eine äußerst vorteilhafte Symbiose ein. Auf einen schmalen Wandbildner folgt ein effizientes Dämmsystem, bevor eine Schicht aus Klinker der Fassade ein äußerst strapazierfähiges und dauerhaftes „Gesicht“ gibt. Als einer der Pioniere dieser Bauweise hat Sto im Laufe der Jahrzehnte mehrere Systeme und die dazugehörigen Anschluss- und Abschlussdetails entwickelt, die allen Baubeteiligten die notwendige Sicherheit im Umgang mit gedämmten Fassaden mit harten Belägen gibt.
Das StoBrick-Sortiment umfasst weit über 100 Klinker und Ziegel in den unterschiedlichsten Formen und Farben – darunter exakt konturierte Produkte des modernen Strangpressverfahrens, aber auch Steine, deren Äußeres durch ältere Formpressverfahren (Handform und Wasserstrich) bestimmt wird. Doch die Optik von Klinkern oder Ziegel entscheidet sich nicht alleine durch die Art der Formgebung und Kantenausprägung. Über verschiedene Zuschlagstoffe im Brennprozess können Farbigkeit und Textur beeinflusst werden. Darüber hinaus sorgen Salze für glasartige Ausblühungen oder kraterförmige Schmorspuren; auch Besanden oder Beflammen, Oxidations- oder Reduktionsprozesse und weitere Techniken verleihen Klinkern einzigartige Oberflächen. Diese früher nur sehr schwer kontrollierbaren Einflussfaktoren können heut dank moderner Technik – kostengünstiger als in der Vergangenheit – sehr genau gesteuert werden.
Klinker und Ziegel des StoBrick-Sortiments gibt es in unterschiedlichen Dicken und Größen (darunter Normal-, Lang-, Dünn und Reichsformat) sowie als Eck- oder Sturzwinkelvarianten. Sonderformate sind auf Anfrage möglich.
Direkt auf einem Dämmsystem appliziert, ermöglichen Natursteinplatten von Sto in drei abgestimmten Formaten die Kombination von zeitgemäßem Wärmeschutz mit ebenso zeitloser wie widerstandsfähiger Schönheit.
Energieeffizientes Bauen und Sanieren ist heute Standard. Fassadendämmsysteme sind dabei eine der am häufigsten genutzten Maßnahmen. Kamen zu Beginn ihrer Entwicklung nur Putze als Deckbeschichtung in Frage, existiert heute eine große Vielfalt möglicher Oberflächen: darunter natürlich auch Naturwerkstein. Gerade er erfreut sich zunehmender Beliebtheit – sowohl wegen seiner hochwertigen Optik als auch wegen seiner positiven Eigenschaften. Da ist zuerst seine lange Lebensdauer zu nennen, die aus seiner mechanischen Belastbarkeit und Witterungs- sowie Frostbeständigkeit resultiert. Auch Natürlichkeit und haptische wie optische Qualitäten überzeugen. Die Oberflächen variieren von glatt bis rau, sie können poliert, geschliffen, sandgestrahlt oder gebürstet werden. Die Vielfalt der Farbtöne, Maserungen oder Fleckungen ist unbegrenzt, und Steine wie Muschelkalk bestechen zudem mit Strukturen von versteinerten Tieren und Pflanzen. Da die Steine für den Einsatz innen wie außen geeignet sind, lassen sich Flächen ohne Materialwechsel von der Fassade ins Gebäudeinnere fortführen.
Natursteinplatten von Sto sind etwa zehn Millimeter dick und liegen in drei modular kombinierbaren Formaten vor: 524 mm x 79 mm, 524 mm x 168 mm und 524 mm x 257 mm. Mit diesen standardmäßig ungefasten Platten lassen sich durch unterschiedliche Verbände (Läufer, Parkett, Reihung etc.) und Fugenbilder abwechslungsreiche Fassaden gestalten.
Fassadenelemente von Sto eignen sich ebenso für freie Gestaltungen wie für Arbeiten im Sinne des Denkmalschutz. Sie werden individuell entworfen, hochpräzise in einer digitalen Prozesskette auf Basis des massiven mineralischen Werkstoffs Verolith vorgefertigt und auf die Fassade gebracht.
Neben einem breiten Spektrum an standardisierten Formen können Entwürfe speziell als Sonderanfertigungen per CNC-Verfahren millimetergenau aus Platten gefräst gegossen werden. Über die Beschaffenheit der Fugen und die Farbigkeit lässt sich das Spiel aus Licht und Schatten auf dem Relief verstärken. Die Oberfläche erfordert stets einen Beschichtungsaufbau, der einfache Glattanstriche ebenso erlaubt wie feine Strukturen oder eine Sandsteinoptik. Zur Planungsunterstützung stehen Ausschreibungstexte, Detailzeichnungen und Kalkulationshilfen bereit.
Perlit, ein natürlicher Leichtwerkstoff vulkanischen Ursprungs, bildet die Grundlage für Verolith, das kompakt ist wie Stein, durch und durch massiv, dabei aber leicht (550 kg/m3) und nicht brennbar (A2-s1, d0 nach DIN EN 13501-1). Die daraus gefertigten Leisten, Tafeln und Köper sind feuchtebeständig, frostsicher, druck- und stoßfest. Die thermische Ausdehnung ist gering und die Kanten sind stabil. Sie können auf massiven verputzten Untergründen, vorgehängten hinterlüfteten Fassadensystemen und allen Sto-Wärmedämm-Verbundsystemen eingesetzt werden.
Opakes Glas kommt bei Sto auf zweierlei Art an die Fassade. Wird es direkt auf ein Dämmsystem aufgebracht, kommen Mosaikfliesen in einem Format von bis zu 50 x 50 Millimetern zum Einsatz. Die in vielen Farben erhältlichen Fliesen sind auf Gewebebögen vorappliziert und werden direkt auf dem Unterputz verklebt.
Sollen großformatigere Glasflächen oder Photovoltaik-Module eingesetzt werden, kommen VHF-Systeme ins Spiel. Diese können natürlich auch mit Glasmosaik belegt werden. Bei vorgehängten hinterlüfteten Fassadensystemen sollten Unterkonstruktion, Wärmedämmung und Bekleidung stets aus einer Hand kommen, da dann die einzelnen Systembestandteile aufeinander abgestimmt sind. Außerdem wird nur ein Ansprechpartner benötigt, wenn es doch mal zu Rückfragen kommt. Die passivhauszertifizierte Edelstahl-Aluminium-Unterkonstruktion von Sto sowie zahlreiche Systemanschlüsse (Gebäudeöffnungen, Attika etc.) oder Systemübergänge sind solche auf einander abgestimmte Systembestandteile. Das Einscheiben-Sicherheitsglas wird beim VHF-System StoVentec Glass bereits werkseitig mit Paneelen zu Sandwichelementen verbunden, die auf der Baustelle ohne sichtbare Befestigung in die Unterkonstruktion eingehängt werden. Das ist laut Zulassung auch über Kopf sowie im Gebäudeinneren möglich.
Die so entstehenden fugenbetonten Glasflächen können monochrom oder vielfarbig sein, variable Paneelgrößen kombinieren, aus Rechtecken oder Parallelogrammen bestehen, verspiegelt oder bedruckt werden.
Sto-Ecoshapes sind vorgefertigte Putzelemente für maximale Ergebnissicherheit. Dank digitaler Prozessketten können die vorgefertigten Putzelemente für die Fassade vom Architekten gestaltet und dennoch seriell hergestellt werden. Sie werden gemäß den Vorgaben des Planers im Rahmen eines handwerklich begleiteten Vorfertigungsprozesses, der auch kleine Serien ermöglicht, hergestellt. Das Maximalformat beträgt 840 x 420 x 8 Millimeter.
Sto-Ecoshapes bestehen zu über 90 Prozent aus mineralischen Komponenten. Neben der Form, Textur und Farbe entscheidet auch die Verlegetechnik über das individuelle Erscheinungsbild der Fassade: Sollen die vorgefertigten Putzelemente flächig oder partiell eingesetzt, evtl. sogar unterschiedliche Formate kombiniert werden? Unterstützt ein kontrastreicher Fugenfarbton das Konzept oder eher ein kontrastarmer mit erhöhter Fugenbreite?
Sto-Ecoshapes können auf allen tragbaren Untergründen aufgebracht werden. Dazu gehören auch WDVS und VHF. Dank ihrer Elastizität lassen sie sich auch auf einseitig gekrümmten Flächen (Mindestradius: 12 cm) anbringen. Abgerundete Kanten beispielsweise betonen den Charakter einer gebäudeumschließenden mineralischen Haut. Dauerhaftigkeit und Stoßfestigkeit entsprechen – abhängig vom Untergrund – einer Ausführung mit einem klassisch verarbeiteten Putz.