Stefan Bilharz vom Bilharz Stukkateur-Fachbetrieb aus Haslach ist seit einigen Monaten Sto Klimapartner. Für ihn und seine neun Mitarbeiter ist das Thema Fassadendämmung eine Investition in die Zukunft. Soeben hat der Stuckateurmeister sein Elternhaus komplett energetisch saniert und umgebaut.
Im Interview verrät er, wie er daraus ein KfW-Effizienzhaus 70 gemacht hat.

Ja. Ich habe mein Elternhaus komplett energetisch saniert und umgebaut. Als Stuckateurmeister und staatlich geprüfter Energieberater weiß ich: Energie ist das Gold der Zukunft. Wir müssen den Energieverbrauch in Deutschland minimieren, und da bietet der Gebäudebestand sehr viel Potenzial. Das Dach war nur teilgedämmt. Mein Vater hatte es in den 70er-Jahren mit neuen Fenstern und Nachtspeicheröfen ausgestattet. Jetzt, da es leer stand, habe ich die Chance genutzt, es mit einem Team umzubauen und energetisch auf Vordermann zu bringen.
Zuerst haben wir einen externen Energieberater zu Rate gezogen, der uns einen Sanierungsplan erstellt hat. Bei einer Gebäudesanierung muss das Objekt ganzheitlich betrachtet werden. Ein Energieberater ermittelt seinen energetischen Zustand genau und legt die passenden Maßnahmen fest. Weil ich Fördermittel bei der KfW-Bank beantragen wollte, habe ich das nicht selbst gemacht. Wichtig ist auch, dass man Detailanschlüsse gewerkeübergreifend plant. Der KfW-Antrag wurde bewilligt, und zudem habe ich einen Zuschuss aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum erhalten.
Mit StoTherm Mineral. Herz des Systems ist eine 16 Zentimeter starke Sto-Steinwolleplatte mit Wärmeleitgruppe 035. Wir haben sie mit dem mineralischen Leichtmörtel StoLevell Novo verklebt, gedübelt und mit einer Schichtstärke von 10 Millimetern armiert. Dieses Material setzen seit wir seit Jahrzehnten mit Begeisterung ein. Es lässt sich geschmeidig aufziehen, auch mittel- und dickschichtig, was vor allem in der Altbausanierung ein Vorteil ist.
StoMiral K, also ein klassischer mineralischer Oberputz in Kornstärke 3. Ganz nach dem Motto „Back to the roots” bevorzuge ich mineralische Putze, weil sie positive Rücktrocknungs-Eigenschaften haben. Ein zweifacher Anstrich mit der Fassadenfarbe Lotusan schützt den Wandaufbau nun langfristig vor Algen und Pilzen. Schmutz perlt einfach mit dem Regen ab. Das funktioniert gut, weil der Dachvorsprung nicht groß ist. Ich schätze die langen Renovierungszyklen der bionischen Farbe. In den vergangenen Jahren haben wir sie verstärkt eingesetzt, weil wir damit positive Langzeiterfahrungen gemacht haben.
Mit Lotusan gestrichene Objekte stehen nach Jahren noch piccobello da. Ihre hoch wasserabweisende Oberfläche hält Algen und Pilze fern. Zudem sind wir uns im Team einig, dass die Farbe super zu verarbeiten ist. Die silbrig-grün gestrichene Fassade haben wir mit helleren Faschen gestaltet. Die Stahltreppe verleiht dem Gebäude zusätzlich eine moderne Optik.
Ja, wir konnten durch die Verlegung des Treppenhauses von innen nach außen auch einen Aufzug installieren, so dass die Wohnungen nun barrierefrei und altersgerecht sind. Das wollte gut geplant werden. Zuerst mussten wir die Fassade dämmen. Für den zweiten Rettungsweg mussten wir die Sandstein-Gewände ausbauen, damit wir die Gebäudeöffnungen vergrößern konnten. Dann haben wir angeputzt, Dämmplatten geklebt, verdübelt, armiert, verputzt und gestrichen. Als die Fassade fertig war, wurden der Aufzug, die Stahltreppe, die Terrasse und das Glasdach montiert.
Weil unser Betrieb für die Fassadendämmung brennt. Sie ist eine Investition in die Zukunft. Aus diesem Grund haben wir jetzt die Chance genutzt, mein leer stehendes Elternhaus energetisch zu sanieren. Ich werde oft darauf angesprochen und kann aus eigener Erfahrung berichten, dass es sich lohnt. Vorher war das Energiekonzept nicht mehr zeitgemäß. Durch die gute Dämmleistung von StoTherm Mineral konnten wir die Wärmepumpe exakt auf die Bedürfnisse unseres Gebäudes abstimmen. Die Warmwasser-Versorgung haben wir mit elektrischen 80 Liter Boilern geregelt. Zudem haben wir neue Holz- beziehungsweise Holz-Alu-Fenster eingebaut. Aufgrund der modernen Gebäudetechnik und der Barrierefreiheit ist es uns schnell gelungen, neue Mieter zu finden.
Ja, definitiv. Letztendlich machen wir seit vielen Jahren nichts anderes, als private Bauherren davon zu überzeugen. Die Partnerschaft bringt unsere Haltung jetzt schön zum Ausdruck. Wir möchten sie leben und mit Hilfe von Sto nach außen tragen. Die Sichtbarkeit innerhalb des Profinetzwerks ist für uns wichtig, denn wir möchten, dass potenzielle Kunden uns im Internet finden. Dass wir von Schulungen, Informationsmitteln und Unterstützung im Bereich Marketing profitieren, ist für uns ein schöner Nebeneffekt.
Bilharz Stukkateur-Fachbetrieb
77716 Haslach
Gegründet: 1934
Kernkompetenzen: Sanierung, WDVS, Putzarbeiten, Lehmputzarbeiten Estricharbeiten, Brand- und Schallschutz, Trockenbau, Akustik, Sandstrahlarbeiten, Energieberatung
Mitarbeiter: 9, davon 1 Azubi