Energieeffizient, technisch perfekt ausgeführt und individuell gestaltet – das zeichnet eine hochwertige Fassade aus. Bei Sanierungen und Neubauten setzt die Malermeister Müller & Sohn GmbH (MALERHOCH³) aus Oberlungwitz je nach Kundenwunsch verschiedene Dämmstoffe und Oberputze ein. Wenn Hausbesitzer besondere Ansprüche in punkto Ästhetik stellen, läuft das Team zur Hochform auf. Ihre Paradedisziplin: eine dünnschichtige Feinputz-Oberfläche.
Ein Interview mit Geschäftsführer Jan Müller, der den 19-köpfigen Betrieb leitet.

Am liebsten arbeite ich mit StoTherm Classic®. Das System ist technisch ausgereift bis ins kleinste Detail. Damit gelingt es uns, eine absolut dichte Gebäudehülle zu realisieren. Damit kann man beruhigt schlafen. Wir verkleben die Polystyroldämmplatten mit dem PU-Schaum Sto-Turbofix. Das geht schnell und einfach. Den Klebeschaum verwenden wir, weil mein Team die Eimer und Säcke nicht mehr schleppen möchte. Unsere Kunden schätzen das Preis-Leistungsverhältnis von StoTherm Classic®. Größere Objekte dämmen wir häufig mit StoTherm Vario. Dann können wir ebenfalls mit Sto-Turbofix kleben und mineralisch armieren – je nach Objekt mit StoLevell Duo plus oder StoLevell Uni.
Wir haben schon mehrere Neubauobjekte mit einem Architekten realisiert, der gerne mit Fensterbändern arbeitet. Wenn sich eine Fensterbank über 20 Meter hinzieht, dann setzen wir den beschichteten Dämmkeil StoElement Pronto ein. Damit bekommen wir das System absolut dicht. Da die Fassade langfristig der Witterung ausgesetzt ist, darf man sich vor allen Dingen an den Gebäudeöffnungen keine Schwachstellen erlauben. Aktuell sanieren wir das Haus eines Architekten, das vor zehn Jahren von einem anderen Betrieb mit Fensterbändern ohne Dämmkeil gemacht wurde. Jetzt ist die Fassade undicht. Wir dämmen neu und setzen das StoElement Pronto ein. Und dann erhält das System eine hochwertige Schlussbeschichtung.
Die ganze Bandbreite – das kommt ganz auf die Wünsche des Hausbesitzers an. Bei Einfamilienhäusern empfehlen wir häufig den organischen Oberputz Stolit® Effect. Er ist super zu verarbeiten und unanfällig für Haarrisse. Zudem eröffnet er uns viele Gestaltungsmöglichkeiten. Kürzlich haben wir ihn in Besenzug-Struktur verarbeitet. Der Architekt, mit dem wir in den vergangenen Monaten mehrere Einfamilienhäuser realisiert haben, arbeitet gerne mit sehr feinen Putzoberflächen, die er mit Holz oder Schiefersteinen kombiniert. Das sieht wirklich edel aus. Man muss beim Verputzen allerdings sehr genau arbeiten, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.
Für den Verarbeiter sind Glattbeschichtungen an der Fassade eine Herausforderung. Dafür brauchen wir ein Material, das sich dünnschichtig auftragen und mit dem Schwammbrett gut filzen lässt. Meiner Meinung nach gibt es dafür kein besseres Material auf dem Markt als StoNivellit®. Es verfügt mit einer Körnung von unter 0,5 Millimetern über eine ganz fein-sandige Oberfläche. Gleichzeitig ist es wasserabweisend und hoch wasserdampfdurchlässig. Um Algen und Pilze fern zu halten, streichen wir den Glattputz zweimal mit StoColor Silco G oder mit einer bionischen Farbe. Das ist vor allem bei Häusern ohne Dachvorsprung wichtig.
Letztendlich von den Preisvorstellungen des Kunden. Ich stelle ihm die Vorteile einer Siliconharzfarbe sowie der schnell trocknenden StoColor Dryonic® und der hoch wasserabweisenden Lotusan® vor. Mit Lotusan® habe ich vor 20 Jahren unser Familienheim gestrichen, und der Abperleffekt ist noch so wie am ersten Tag. Das ist wirklich erstaunlich und beeindruckt auch unsere Kunden. StoColor Dryonic® setzen wir auch bei Stahlhallen oder Dachvorsprüngen im Holzbau ein. Ich schätze, dass sie auf nahezu allen bauüblichen Untergründen funktioniert. Bei den beiden bionischen Farben sind die Wartungsintervalle meiner Erfahrung nach noch größer als bei herkömmlichen Beschichtungen. Wer keine hochwertige Farbe wählt, erhält häufig schon nach kurzer Zeit die Quittung: ein undichtes System, einen verblassten Farbton oder eine veralgte Oberfläche. Das möchte ich als Fassadenprofi vermeiden.
Ja sicher, denn damit können wir unsere Fassadensaison deutlich verlängern. Ich schätze das StoAdditiv QS, weil man es einfach spontan bei Bedarf in die Farben mischen kann. Damit hat man die Sicherheit, dass das Material auch bei hoher Luftfeuchtigkeit schnell abbindet und nicht vom Regen abgewaschen wird. Das hilft uns, mehr Fassaden im Frühjahr und Herbst fertigzustellen.
Wir sind seit vielen Jahren Partner von Sto, weil ich die Produktqualität sehr schätze. Von dieser Initiative versprechen wir uns viele Aufträge im Sanierungsbereich. Aktuell sind die Fassadensanierungen in unserer Region etwas ins Stocken geraten. Deshalb arbeiten wir überwiegend im Neubausektor. Wenn Sie mich fragen, hat die Regierung die Sanierung falsch aufgezogen. Erst muss man doch die Fassade dämmen und neue Fenster einsetzen, dann die passende Wärmepumpe installieren. Dass die Fördermittel für eine Energieberatung gekürzt wurden, ist ein weiterer Fehler. Zudem ist die wirtschaftliche Lage der Industrie in der Region ein Grund, warum die Leute aktuell nicht in eine Fassadendämmung investieren. Dabei gäbe es genug zu tun, wenn wir die Klimaschutzziele erreichen möchten. Aus diesem Grund halte ich das Sto Klimapartnerkonzept für zukunftsweisend. Wir müssen für die energetische Fassadensanierung trommeln und uns als kompetenter Partner präsentieren. Deshalb freue ich mich, dass Sto uns dabei mit Schulungen, Fachinformationen und Marketingaktivitäten unterstützt.
MALERHOCH³
09353 Oberlungwitz
gegründet: 1966
Kernkompetenzen: Malerarbeiten Innen und Außen, WDVS, Trockenbau, Bodenbeschichtungen
Mitarbeiter: 16, darunter 3 Azubis