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50er-Jahre-Charme, nachhaltig saniert

Sanierungsziel: Ressourcen sparen. Und Architekturgeschichte erhalten.

Für einen nachhaltigen Weg in die Zukunft hat sich die AOK das Ziel gesetzt, bis 2030 klimaneutral zu sein. Ein Baustein dafür war die Sanierung des 1957 erbauten Verwaltungsgebäudes in Bad Cannstatt. Die zentrale Zielsetzung war, auf ressourcensparende Weise eine vollumfängliche Modernisierung zu erreichen, ohne den 1950er-Jahre-Charme des freistehenden Bürogebäudes zu verbauen.

Das sanierte AOK-Verwaltungsgebäude in Bad Cannstatt
Das sanierte AOK-Verwaltungsgebäude in Bad Cannstatt. Foto: Martin Baitinger, Böblingen, DE

Um den viergeschossigen Stahlbetonskelettbau energetisch zu optimieren, wurde die Fassade mit einem 20 Zentimeter starken Dämmsystem versehen. Zum Einsatz kam das nichtbrennbare und mit dem Umweltzeichen „Der Blaue Engel“ versehene Wärmedämm-Verbundsystem StoTherm Mineral, auf der Basis von Steinwolle. Besonderes Augenmerk lag darauf, den Fassadencharakter mit seinen für die damalige Bauzeit typischen vertikalen Betonstützen und den horizontalen Gesimsen beizubehalten. Es galt, die Proportionen der Ansichtsbreite der Betonteile im Verhältnis zu den Fensterbreiten sowie den geschlossenen Brüstungsfeldern nicht zu verändern. Hierfür wurde unter anderem die Dämmung der Betonstützen trapezförmig ausgeführt.

Das bestehende Flachdach wurde mit Kupferdeckung innenseitig gedämmt, neue Stahlfenster wurden in Anlehnung an den Bestand mit asymmetrischer Teilung und Dreifach-Verglasung eingebracht und elektronische Raffstoreanlagen in die Fassade integriert.

Das sanierte AOK-Verwaltungsgebäude in Bad Cannstatt
Um die Betonstützen plastisch stärker zu betonen, erzeugen zusätzliche Dämmplatten auf den Brüstungsfeldern wirkungsvolle Schattenfugen. Foto: Martin Baitinger, Böblingen, DE

Modernisiert: Brandschutz, Akustik, Heizung, Lüftung, Sanitär

Zugunsten einer zeitgemäßen Büroausstattung samt repräsentativem Kundencenter wurde der Baukörper neben wenigen strukturellen Anpassungen der Etagengrundrisse auch in den Bereichen Brandschutz, Akustik, Heizung, Lüftung und Sanitär umfangreich modernisiert. Die wichtigste Anpassung der Innenraumorganisation war dabei der Ausbau der zentral gelegenen, weitläufigen Wendeltreppe vom Foyer ins erste Obergeschoss: Ein über alle Geschosse reichendes Treppensystem mit einem im Treppenauge situierten Fahrstuhl sorgt nun für eine barrierefreie vertikale Erschließung.

Über das Foyer gelangen die Nutzer in die Bürogeschosse sowie in die mit Glaswänden vom Flur abgetrennten Beratungsräume des Kundencenters, die dank Akustikpaneelen, transluzenten Vorhängen und hochflorigem Teppich in Grau- und Grüntönen nicht nur akustisch ein angenehmes Beratungsklima schaffen. Die Büroetagen folgen dem gleichen Gestaltungsduktus. Neben klassischen Ein- bis Zwei-Personen-Büros finden sich auf jeder Etage Besprechungsräume und Bewegungsflächen mit Küchenzeilen für informellen Austausch und Pausen, während die ehemalige Hausmeisterwohnung im ersten Obergeschoss für die Einrichtung eines großen Konferenzraums zurückgebaut werden konnte.

LED-Beleuchtungskonzept im sanierten AOK-Verwaltungsgebäude
Ressourcen sparen bis ins Detail – mit LED-Beleuchtungskonzept. Foto: Martin Baitinger, Böblingen, DE

Bautafel

Objekt: Verwaltungsgebäude AOK Bad Canstatt
Standort: Brunnenstr. 47b, Bad Cannstatt, Stuttgart, DE
Bauherr: AOK Baden-Württemberg, Stuttgart, DE
Architekt: metzger renner – motz architekten + ingenieure, Karlsruhe, DE
Fachhandwerker: Hinterschweiger Stuckateurbetrieb, Göppingen, DE
Sto-Kompetenzen: Fassadendämmsystem (StoTherm Mineral)

Horizontaler Besenstrich am AOK-Verwaltungsgebäude Bad Cannstatt
Der mineralische Oberputz wurde vom Stuckateurbetrieb Hinterschweiger aus Göppingen teilweise mit einem feinen horizontalen Besenstrich texturiert. Foto: Martin Baitinger, Böblingen, DE

Mehr Infos zu StoTherm Mineral:

Das nichtbrennbare Fassadendämmsystem StoTherm Mineral eignet sich für Alt- und Neubauten, besonders für Hochhäuser, öffentliche Gebäude und Sonderbauten.

1 Verklebung
2 Dämmung
3 Befestigung
4 Unterputz
5 Bewehrung/Armierung
6 Zwischenbeschichtung
7 Schlussbeschichtung

Das nichtbrennbare Fassadendämmsystem StoTherm Mineral
Aufbau des nichtbrennbaren Fassadendämmsystems StoTherm Mineral. Grafik: Sto SE & Co. KGaA
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