Eine Fassade in Knallblau – das wünschte sich ein Bauherr aus Immenstaad am Bodensee. Bei der Komplettsanierung seines Dreifamilienhauses aus den 60er-Jahren entschied er sich für eine Fassadendämmung, neue Fenster und ein neues Dach. Klar war zudem bereits, dass er keine Styropordämmung wollte. Maler- und Lackierermeister Christian Bloching aus Tettnang erzählt, wie sein Team die Kundenwünsche ermöglichte und was beide Seiten begeisterte.

Christian Bloching: Der Bauherr hatte das Dreifamilienhaus in Immenstaad am Bodensee gekauft und wollte es zum Einfamilienhaus umgestalten. Das Objekt war mit 30 Zentimeter starken Ziegelsteinen gebaut und ungedämmt. Als der Kunde uns kontaktierte und uns um ein Angebot für die Fassaden- und Innenraumarbeiten bat, hatte er bereits einen Energieberater zu Rate gezogen. Klar war bereits, dass er keine Styropordämmung möchte. Wir haben ihm eine Steinwolledämmung empfohlen, die nach Berechnungen des Energieberaters mit 16 Zentimeter starken Platten umgesetzt werden sollte.
StoTherm Mineral. Das System erfüllt die Anforderungen des Bauherrn, der zum Beispiel Wert auf die Nichtbrennbarkeit legte. Zudem hatte der Bauherr den Anspruch, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit unter einen Hut zu bekommen. Zunächst haben wir die Sto-Steinwolleplatte Xtra 2/B/H4 im Format 120 mal 40 Zentimeter mit StoLevell Novo verklebt. Diese Plattengröße ist für mein Team angenehm zu verarbeiten. An den Deckenuntersichten der Balkone haben wir eine doppelte Gewebespachtelung vorgenommen, weil wir den Oberputz glatt gefilzt haben. Die doppelte Spachtelung reduziert das Rissrisiko und die Oberfläche kann makellos realisiert werden.
StoSilco K3. Mit diesem Siliconharzputz arbeitet mein Team sehr gerne, weil er sich gut aufziehen und weiterverarbeiten lässt. Wir haben ihn mit der Styroporscheibe gefilzt und leicht mit der Kunststoffscheibe verscheibt, damit die Oberfläche glatt und ruhig wirkt. Das Korn ist sehr gleichmäßig und wirkt eher kleiner – quasi wie 2,5 Millimeter – was der Fassade eine edle Optik verleiht. Gestrichen haben wir sie mit StoColor Dryonic S mit X-black Technology.
Der Kunde wollte einen außergewöhnlichen Farbton und hat sich deshalb ein leuchtendes Blau im Farbton Lavendel 165 und Lavendel 5 gewünscht. Jeder Malermeister weiß, dass knallblaue Farbtöne an der Fassade nicht ganz einfach realisierbar sind. Es besteht die Gefahr, dass die Farbpigmente im Laufe der Jahre von der Strahlung des UV-Lichts ausbleichen können. Deshalb ist es wichtig, eine hochwertige Farbe mit integriertem UV-Schutz zu verwenden. Hierzu habe ich meinen Sto-Verkaufsberater Ralf Borchers gesprochen, der uns super beraten hat.
Aufgrund des speziellen Farbtons tatsächlich nur eines. Knackpunkt war der niedrige Hellbezugswert. Wir mussten verhindern, dass sich die Fassade sich an heißen Tagen zu sehr aufheizt. Dieser Wunsch-Farbton hat uns also gefordert. Ralf Borchers hat seine Kollegen in der Sto-Zentrale in Stühlingen kontaktiert, die mir versichert haben, dass dieses Blau mit StoColor Dryonic S und einem Hellbezugswert von 11machbar ist und langfristig brillant bleibt. Der Kunde war begeistert, dass wir ihm seinen Wunsch erfüllen können.
Wir setzen sie zum Beispiel an Industriegebäuden ein, weil diese meist keinen großen Dachvorsprung haben. Feuchtigkeit und Tau werden von der Oberfläche der bionischen Fassadenfarbe im Nu abgeleitet, so dass sie schnell abtrocknet und langfristig trocken und sauber bleibt. Private Bauherren entscheiden sich häufig für die bionische Farbe, die genauso wie Lotusan mit dem berühmten Lotus-Effekt keine bioziden Filmschutzmittel enthält. Beliebt ist bei unseren Kunden außerdem die Siliconharzfarbe StoColor Silco G. Wir beraten die Bauherren immer individuell – je nach Standort und Ausrichtung des Gebäudes, Dachvorsprung und weiteren Kriterien.
Ja, der Vater des Bauherrn ist Fensterbauer. Er wollte die Steinfensterbänke eigenhändig einbauen. Deshalb haben wir mit dem Dämmkeil StoElement Pronto K unter der Fensterbank eine zweite Dichtungsebene eingebaut, damit sie thermisch von der Fassade entkoppelt ist.
Die Decken haben wir überwiegend mit dem Glasvlies StoTap Pro 100 P gestaltet. Da es rissüberbrückenden wirkt, setzen wir es bei Sanierungen gerne ein. Gestrichen wurden die Flächen mit der hochdeckenden Innenfarbe StoColor Rapid Ultramatt. Damit haben wir eine glatte und makellose Optik erzielt. Die Wände wurden in verschiedenen Spachteltechniken gestaltet. Zudem haben wir das Parkett in Fischgrätenoptik verlegt. Insgesamt sind wir sehr zufrieden mit dem Objekt und erachten es als sehr gelungen

Die blaue Fassade in Immenstaad. Foto: Martin Baitinger, Böblingen

Die blaue Fassade in Immenstaad. Foto: Martin Baitinger, Böblingen

Die blaue Fassade in Immenstaad. Foto: Martin Baitinger, Böblingen

Die blaue Fassade in Immenstaad. Foto: Martin Baitinger, Böblingen

Sto-Kunde Christian Bloching und sein Sto-Verkaufsberater Ralf Borchers. Foto: Martin Baitinger, Böblingen

Blick ins Bad: Spachteltechniken. Foto: Martin Baitinger, Böblingen
Der Betrieb mit 35 Mitarbeitern wurde 1964 gegründet. Seine Kernkompetenzen sind: WDVS, Malerarbeiten, Bodenbeläge, Innenarbeiten, ökologische Putze. Auftraggeber sind überwiegend private, Hausverwaltungen und Architekten, öffentliche Auftraggeber.
Die Fassadenfarbe welche die Dryonic® Technology mit der SunBlock Technology verbindet und somit die höchste Farbtonvielfalt und -stabilität ermöglicht. Das Ganze ohne bioziden Filmschutz.