So elementar seine Zusammensetzung auch ist (Wasser, Sande, Bindemittel), Fassadenputz ist anspruchsvoll. Er ist eines der der ältesten Baumaterialien, mit fast unbegrenzten Gestaltungsvarianten, die sich immer als Handarbeit zu erkennen geben. Anfang des 20. Jahrhunderts erreichte der Putz in der Handhabung durch die Meister der klassischen Moderne eine neue Ausdrucksqualität. Befreit von allen Schmuckelementen, ermöglichte das verputzte Gebäude die Erfahrung eines monolithischen Baukörpers und ermöglichte die volle Konzentration auf den umbauten Raum und seine Beziehungen zum umgebenden Raum.

Doch die neue Begeisterung für den Werkstoff führte in die Krise. Unzählige Nachahmer, sinkende Qualitätsansprüche, Kosten- und Zeitdruck führten in der Mitte des 20. Jahrhunderts zu einer Verarmung des Spektrums, zu einer Standardisierung.
Die alte Gestaltungsvielfalt war jedoch nie ganz verschwunden. Handwerker und Hersteller pflegten sie in Nischen und entwickelten sie passend zu den sich wandelnden Anforderungen weiter. Seit einigen Jahren hat sich das Blatt gewendet. Planer greifen wieder mehr und mehr auf die vielgestaltigen Möglichkeiten des alten Werkstoffs zurück.
Doch es geht nicht nur um die Wiederentdeckung des Alten, auch Neues will erprobt werden. Und dazu braucht es Wissen: Um welche Parameter geht es? Wie lassen sie sich kombinieren? Für die Beantwortung dieser Fragen wurde StoSignature entwickelt – eine Systematik für Putzfassaden. Sie schlägt die Brücke zwischen Ordnung und Ästhetik, schafft Überblick und beflügelt Inspiration. Denn Putz lädt wie kaum ein anderer Werkstoff zum Experimentieren ein: Seine Oberfläche kann rau sein, fein, linear texturiert oder graphisch überarbeitet. Er tritt in seiner Materialfarbigkeit auf oder getönt. Er kann um weitere Farben und Lasuren ergänzt werden oder kombiniert mit Natursanden, Glaspartikeln und anderen Materialien. Doch ganz gleich ob Kellenwurf oder Besenstrich oder Betonoptik, die StoSignature-Systematik beinhaltet alle diese Ausdrucksformen und verweist auf noch mehr Möglichkeiten.
Vier Basis-Texturen (Fine, Rough, Linear, Graphic), die vielfältig ausgeformt werden können, bilden die Grundlage. Dazu kommen additive Effekte (Putz auf Putz, deckende oder lasierende Anstriche, Granulate). Multipliziert man die Summe dieser Möglichkeiten mit der Zahl der Farbnuancen und ihren Kombinationsmöglichkeiten und setzt das Ganze dann ins Quadrat der individuellen Handschriften der Fachhandwerker, entsteht eine schier unermessliche Zahl an Varianten.
Aktuell wurde die StoSignature-Fassadensystematik überarbeitet. Sie bietet nun noch mehr Varianten und Impressionen. Und vor allem noch mehr Service. Das digitale Mustercenter unter www.stosignature.de hält vielfältige Anregungen für das Planen einer Fassadenbeschichtung bereit. Muss dann eine Entscheidung getroffen werden, helfen reale Muster, die über den jeweiligen Sto-Ansprechpartner bezogen werden können. Kommt es zur Ausführung, werden die beauftragten Fachhandwerker bis aufs Gerüst von den Sto-Fachleuten betreut.