Klassische Optik, moderne Verarbeitung: Das StoEuro Vlies vereint die typische Struktur der Raufaser mit den Vorteilen der modernen Vliestechnologie. Malermeister Robert Müller aus Horgenzell bei Ravensburg und seine Mitarbeiter haben die neue Tapete auf einer Fläche von über 4000 Quadratmetern getestet.
„Mehr Sicherheit und Spaß bei der Verarbeitung“, lautet das Fazit von Robert Müller. Was der Sto-Kunde außerdem an der neuen Tapete schätzt, erzählt er im Interview:

Wir realisieren viele Großprojekte und haben in Mehrfamilienhäusern bisher standardmäßig die Raufasertapete verarbeitet. Leider kam es je nach Untergrund immer wieder vor, dass die Stöße nach der Trocknung aufgeplatzt waren – ob auf Gipsputz oder gespachtelten Untergründen. Wir mussten an manchen Stellen nacharbeiten, was Zeit und Nerven kostet. Bei der Verarbeitung von glatten Malervliesen hatten wir das nicht. Deshalb war mir klar, dass es nicht an meinem Team lag, das zuverlässig und genau arbeitet. Deshalb habe ich mich entschieden, eine Tapete mit Vliestechnologie und rauer Optik zu testen.
Zuerst haben wir das Produkt auf einer kleinen Fläche von 200 Quadratmetern getestet und sind dann optimistisch an das erste große Projekt gegangen: das DRK-Gebäude in Weingarten mit über 4000 Quadratmetern Wandfläche. Wir haben den Dispersionssilikat-Kleber StoTap Coll mit dem Airlessgerät auf die Wand aufgespritzt und das Vlies schnell und problemlos verklebt. Auch den Kleberauftrag mittels Tapeziermaschine haben wir getestet. Das Ergebnis war auf unterschiedlichen Untergründen stabil. Keine offenen Stöße, keine Blasen. Meine Mitarbeiter und ich sind begeistert. Inzwischen haben wir schon mehrere Objekte mit dem neuen Vlies realisiert.
Die Verarbeitung läuft schnell und sicher. Da wir den Kleber mit dem Airless-Gerät aufspritzen können, entfällt die Weichzeit, die wir bei der Raufaser einkalkulieren müssen. Wir erzielen mit dem Vlies eine rissüberbrückende Oberfläche, was bei Sanierungen wichtig ist. Einen Nachteil haben wir bemerkt: Wenn wir es mit StoTap Coll verkleben, hält das Vlies so gut, dass es tatsächlich schwierig zu entfernen sein wird. Aber das soll uns jetzt nicht stören. Wenn wir die Fläche irgendwann überarbeiten müssten, hätten wir eine rissüberbrückende Oberfläche, die einfach überspachtelt werden kann.
Das Vlies ist deutlich teurer als eine klassische Raufaser. Aber das können wir über die schnellere Verarbeitung und die Sicherheit, dass wir keine Reklamationen bekommen, kompensieren. Termintreue ist mir sehr wichtig, deshalb schätze ich diese beiden Punkte. Hinzu kommt, dass mein Team mehr Spaß beim Arbeiten hat. Somit sind wir unter dem Strich mit dem StoEuro Vlies deutlich besser aufgestellt.
Da wir bei Sanierungen unterschiedliche Untergründe vorfinden, setzen wir häufig eine Grundierung ein. Ich verarbeite gerne die Acrylat-Silikat-Grundierung StoPrim GT, die die Saugfähigkeit von Gipskartonplatten oder Altputzen reduziert. Sie tropft selbst bei Über-Kopf-Arbeiten fast nicht – das finden meine Mitarbeiter spitze.
Als Schlussbeschichtung auf dem Vlies wählen wir oft StoColor Rapid Ultramatt, eine hochdeckende Innenfarbe, die sogar nach einigen Monaten, wenn erste Gebrauchsspuren zu sehen sein sollten, ausgebessert werden kann.
Mit dem StoEuro Vlies haben wir einen Problemlöser für kritische Untergründe und damit die praktische Möglichkeit, im Objektgeschäft auf vielen Quadratmetern eine qualitätvolle Arbeit abzuliefern. Natürlich zeigen wir auch gerne unsere kreativen Fähigkeiten, hauptsächlich bei privaten Aufträgen. Dann verarbeiten wir andere Vliese wie zum Beispiel die Relieftapete StoTap Infinity, die wir mit StoCalce Marmorino überspachteln, realisieren gebürstete Oberflächen mit StoSil Struktur oder andere kreative Techniken mit dem Feinputz StoDecosit. Meine Philosophie bei der Materialwahl lautet: Wenn wir ein hochwertiges Produkt einsetzen, haben wir mehr Sicherheit – und mehr Spaß beim Arbeiten!
Ersetzt mit moderner Technolgie die Raufaser: Das StoEuro Vlies (Tradition trifft auf Moderne - 16.12.2019)