Die Fassadensanierung umfasst vielfältige Aufgaben – reinigen und streichen, Risse sanieren oder neu dämmen. Da jedes Objekt anders ist, analysieren Sie als Fassadenprofis individuell, was benötigt wird: je nach Baustil, Nutzen, Kosten und Optik. Wir stehen Ihnen dabei mit innovativen Produkten und Systemen sowie mit technischer Beratung zur Seite.
„Energetische Sanierungen führen wir aktuell vor allem mit mineralischen Dämmsystemen aus, weil es kundenseitig so gewünscht wird“, sagt Timo Söntgerath. Mit 22 Jahren ist er nicht nur einer der jüngsten Meister des Stuckateurhandwerks und Mitglied des Nationalteams – er wird demnächst auch den elterlichen Betrieb verantworten. Wie die Söntgerath Stuck und Putz GmbH an Fassadensanierungen herangeht, erzählt der junge Fassadenprofi im Interview.

In unserer Region dominieren Putzfassaden, wir treffen sehr oft auf rissige Putze, die zur Sanierung anstehen. Das ist mit den Armierungen von Sto kein Problem. Je nach Budget des Kunden kommt die energetische Sanierung hinzu, die wir aktuell vor allem mit mineralischen Dämmsystemen ausführen, weil es kundenseitig meist so gewünscht wird.
Natürlich betrachten wir die Fassade sehr genau. Bemerken wir weitere Schäden, dann ermitteln wir die Ursachen – wobei Sto uns immer wieder unterstützt. Wir weisen den Kunden dann auf die Problematik hin und erstellen einen angepassten Sanierungsplan. Bisher hatten wir kaum beratungsresistente Kunden, meist sind sie froh über unsere Analyse. Es kommt aber immer auch auf die Art des Schadens an. Bei Algenbewuchs sind die Zusatzkosten gering, bei Wärmebrücken sprechen wir über andere Größenordnungen.
Wir sind mehrheitlich für private Auftraggeber aktiv, für Wohnbaugesellschaften sehr selten. Aber ich kann da keinen grundsätzlich anderen Sanierungsansatz erkennen. Den überwiegenden Teil der Sanierungsobjekte bilden Einfamilienhäuser, seltener sind es Gebäude mit neun oder zehn Wohneinheiten.
Auf jeden Fall das Dämmsystem StoTherm Mineral, der mineralische Sto-Strukturputz K2 sowie StoColor Silco G mit erhöhter Algenresistenz. Die Fassadenfarbe StoColor Dryonic haben wir bereits getestet und beobachten nun das Objekt. Bisher sieht das Ergebnis sehr gut aus. Insgesamt fokussieren wir uns auf mineralische Produkte.
Sehr wichtig. Besonders dann, wenn Kunden ungewöhnliche Wünsche äußern oder wir besondere Lösungen für neue Probleme finden müssen. Michael Schreiner ist sehr engagiert, schnell dabei und unterstützt uns fundiert. Es geht oft ja auch darum, eine Bestätigung für unsere Sanierungslösungen zu erhalten.
Weiß ist nach wie vor ein Bestseller. Aber auch Dunkelgrau wird derzeit gerne ausgewählt. Wir klären dann ab, ob der Hellbezugswert mit dem Untergrund oder dem Material machbar ist. Bunttöne tauchen vergleichsweise selten auf, wobei wir immer mal wieder überrascht sind, welche Kombinationen angefragt werden. Bei einer alten Mühle beispielsweise erhielt ein Gebäudeteil einen grünen, der andere einen dunkelroten Deckanstrich. Bossen setzten wir weiß ab.
Die Kombination klang zunächst fragwürdig, sah aber überraschend gut aus. Genau genommen, wartet jede Fassade mit einer eigenen Herausforderung auf, gerade im Bestand. Bislang konnten wir alle Probleme für unsere Kunden langfristig lösen.
Stimmt, aber die Übergabe erfolgt ja nicht auf einen Schlag zu einem bestimmten Stichtag, sondern nach und nach als fließender Übergang. Das heißt, mein Vater ist vorerst weiter dabei. Wir beginnen jetzt damit, die Verantwortung der Baustellen und der Aufgaben untereinander aufzuteilen. Bisher funktioniert alles sehr gut.
Unsere Kunden reagieren sehr positiv, ich spüre da weder Skepsis noch Ablehnung. Wichtig ist mir, unseren Kunden und Mitarbeitern auf Augenhöhe zu begegnen. Das funktioniert bislang prima. Und wissen Sie, mein Alter kann man auch positiv sehen. Ich kann manches anders angehen als mein Vater. Doch ich muss schon zugeben, dass mich die aktuelle Phase sehr fordert, zumal ich nebenbei noch den Betriebswirt mache. Aber sie ist auch spannend.