


Haus der Bayerischen Geschichte, Regensb


Haus der Bayerischen Geschichte, Regensb
Die Keramikfassade lehnt sich in ihrer Farbigkeit an die römischen Legionslager der oberen Donau an, die als Keimzelle der Stadt Regensburg gelten.

Funktionsdecken sorgen im gesamten Gebäude für eine gute Akustik.

Die Keramikfassade lehnt sich in ihrer Farbigkeit an die römischen Legionslager der oberen Donau an, die als Keimzelle der Stadt Regensburg gelten.

Das neue Museum harmoniert mit seiner pittoresken Umgebung – der mittelalterlich geprägten Regensburger Altstadt, die seit 2006 Teil des UNESCO-Welterbes ist. Der Entwurf von wörner traxler richter fand in den Augen der Jury die überzeugendsten Antworten auf die besondere Situation und die Vorgaben. Die Architekten strebten eine skulpturale Großform an, die sich aus dem Kontext der mittelalterlich geprägten Altstadt ableitet. Ihnen gelang die authentische Einbindung des Gebäudes in die gewachsene historische Dachlandschaft.
Das Museum entstand auf dem Areal einer ehemaligen Lagerhalle, die im Zweiten Weltkrieg beschädigt und in der Folgezeit abgerissen wurde. Mit der Bebauung konnte die entstandene Leerstelle im Stadtbild geschlossen werden und gleichzeitig eine Schnittstelle zwischen dem offenen Landschaftsraum der Donau und der pittoresken Altstadt entstehen. Die Architekten entschieden sich für eine Keramikfassade, die das skulpturale Erscheinungsbild des Gebäudekörpers hervorhebt und in ihrer Farbigkeit an die römischen Befestigungsanlagen erinnert, aus denen Regensburg einst entstand. Von außen überwiegt ein geschlossener Charakter, der für den nötigen Schutz der Ausstellungsstücke vor einem Zuviel an Tageslicht sorgt. Eindrucksvolle Abwechslung bieten die Öffnungen zu Stadt und Donau sowie das identitätsstiftende große Fenster zum Dom.
Beim Betreten des Museumsbaus gelangen die Besucher in das als großzügiges Atrium konzipierte Foyer. Der Eingangsbereich ist auch ohne Eintrittskarte frei zugänglich. Die hell verputzten Wände und breit gerahmten Fensteröffnungen erinnern an eine Straßenfassade und überführen die historische Gassen- und Platzstruktur in die Museumsarchitektur. Im Foyer und über der Rolltreppe sorgt das Akustikdeckensystem StoSilent Distance für eine angenehme Raumakustik. Es kombiniert hohe Schallabsorption mit anspruchsvollem Design.