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Kindertagesstätte Atterberry, Frankfurt (DE)

Projekt

Kindertagesstätte Atterberry

Fertigstellung

2011

Architekt

Dirschl Federle Architekten, Frankfurt, DE

Ausführung

Karl Hütter, Tann, DE

Bauherr

Stadt Frankfurt, DE

Produkte

Fassadendämmsystem (StoTherm Classic®), vorgehängte hinterlüftete Fassade (StoVentec), Fassadenputze (Stolit®, StoNivellit®)

„Inhalt und Verpackung müssen zueinander passen“, dachten sich Dirschl Federle Architekten, als sie die sechszügige Kindertagesstätte inmitten des Frankfurter Wohngebiets „New Atterberry“ planten. Also versahen sie die Putzfassade mit einer auffälligen Ornamentstruktur aus stilisierten, sich an den Händen fassenden Kindern. Aussparungen innerhalb des Musters ergaben zudem ein ungewöhnliches Fensterformat.

Auf dem ehemaligen Kasernengelände der US Army im Frankfurter Norden entsteht seit 2003 das Wohngebiet „New Atterberry“. In seinem Zentrum entstand nun die gleichnamige Tagesstätte für ein- bis sechsjährige Kinder. Das zweigeschossige Gebäude ist als Massivbau im Passivhausstandard errichtet. Aufgrund des langen, schmalen Grundstücks, das sich von Nordwesten nach Südosten erstreckt, planten die Architekten einen relativ geschlossenen Riegel, den sie entlang der Nordostkante des Grundstücks planten. An ihn schließen im 45-Grad-Winkel drei nebeneinanderliegende Gruppenbereiche an, die somit nach Süden ausgerichtet sind und mit ihren raumhoch verglasten Fassaden entsprechend viel Sonne ins Innere lassen. Vom großzügig überdachten Eingangsbereich aus gelangt man zunächst in einen Flur, der sich hier zu einem zweigeschossigen Foyer erweitert von dem aus eine Treppe ins Obergeschoss führt. Ein langgezogener Mehrzweckraum kann ihm bei Bedarf zugeschaltet werden. Zur Straße orientieren sich die dienenden Räume wie Küche, Hauswirtschafts- und Integrationsraum im Erdgeschoss sowie Verwaltung, Werkstatt und Technikzentrale im Obergeschoss. Auf der gegenüberliegenden Seite vom Flur befinden sich die insgesamt sechs Gruppenbereiche, von denen die drei oberen jeweils eine eigene Außentreppe in den Garten besitzen. Jeder Gruppenraum verfügt über eigene Vorzonen – im Außenbereich als Balkon oder Terrasse, im Inneren als Spielflur. Kleine Lufträume verbinden die übereinander liegenden Spielflure miteinander. Oberlichter sorgen dort für ausreichende natürliche Helligkeit im Inneren des Gebäudes und unterstützen zudem die Nachtkühlung. Sämtliche Boden- und Wandflächen der internen Zonen sind in kräftigem Gelb, Gelbgrün oder Grün gestaltet und mit einer robusten Beschichtung versehen. Diese Farben tauchen auch in den Brüstungen der Außentreppen ieder auf. In allen anderen Bereichen verwenden die Architekten neutrale Grau- und Weißtöne. Für die Gestaltung der geschlossenen Fassadenflächen stand ein Scherenschnittmotiv aus sich an den Händen fassenden Kindersilhouetten Pate. Die Architekten ließen die abstrahierte Ornamentstruktur als rauen Reibeputz auf den gefilzten Feinputz aufbringen. Von diesem Muster ist auch die auffällige, achteckigeForm sämtlicher dort liegender Öffnungen abgeleitet.

Standort