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Art Museum "Sogn og Fjordane", Forde (NO)

Projekt

Art Museum "Sogn og Fjordane"

Fertigstellung

2012

Architekt

C.F. Moller Architects, Oslo, NO

Ausführung

Asen og Ovrelid AS, Forde, NO

Bauherr

Forde Kommune, Forde, NO

Produkte

Vorgehängtes hinterlüftetetes Fassadendämmsystem (StoVentec Glass), Akustikplattensystem (StoSilent Panel A-Tec, StoTop BAcic Extra white

Photos

Jiri Havran, Oslo, NO

Ein Naturphänomen stand Pate für den Entwurf des Sogn & Fjordane Kunstmuseum des dänischen Architekturbüros C.F. Møller Architects: das Kalben. So wird der Vorgang genannten, bei dem große Eisbrocken von den Kanten der Gletscher abbrechen und ins Meer oder Tal fallen. Ein solches „Gletscherkalb“ symbolisiert der kantige Kubus des Museums und stiftet Identität und Wiedererkennungswert.

Das norwegische Städtchen Førde liegt trist und grau am Ende des Førdefjords nördlich von Bergen. Wenige Kilometer entfernt schiebt sich der größten europäischen Festlandgletschers, der Jostedalsbreen, zwischen den Bergkuppen ins Blickfeld. Der berühmte Eiskollos prägt die Identität des Städtchens, das weder eine traditionelle Altstadt noch andere architektonische Sehenswürdigkeiten zu bieten hatte. C.F. Møller Architects sahen daher die Aufgabe, mit dem neuen Sogn & Fjordane Kunstmuseum einen markanten Bau in der Stadt zu schaffen, der sich selbstbewusst im Stadtbild behauptet und es prägt. Der Jostedalsbreen diente ihnen als Inspiration und so griffen die Architekten mit der Kubatur die Gletscherthematik auf. In der Nacht leuchtende Fassaden-Fugen symbolisieren Brüche im Eis. Die kristalline Geometrie des Gebäudes setzt sich im Inneren in den Grundrissen fort, die besonders gut in einem Atrium mit dreieckigem Grundriss zu erleben ist: Auf einer blau-verkleideten Treppe können die Besucher durchs „ewige Eis“ steigen. Die Ausstellung zeigt auf vier Geschossen Arbeiten lokaler zeitgenössischer Künstler, die sich in vielen Fällen ebenso mit der norwegischen Natur auseinander setzen.

Standort