Farb- und Materialkonzepte

Farbkonzept Bild in voller Größe anzeigen

Passivwohnhaus Freiburg

Die zentrale Rolle bei der Senkung des Energieverbrauchs spielt der Einbau einer kontrollierten Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung. „Damit betreten wir Neuland. Bei dieser Größe gibt es kein standardisiertes Produkt, keine Erfahrungen, das ist für den Wohnungsbau sicherlich einmalig“, betont Projektleiter Florian Kagerer vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, das das gesamte Vorhaben bis 2020 wissenschaftlich begleitet.

Abbau von Wärmebrücken

Das Wichtigste ist jedoch, die Wärmeverluste durch eine geeignete Dämmung der Gebäudehülle zu reduzieren. Zum Einsatz kommt deshalb ein Wärmedämm-Verbundsystem mit einer 20 Zentimeter- Mineralwolleschicht. Auch die alten Fenster werden gegen Dreifach Wärmeschutzverglasung ausgetauscht. Um Wärmebrücken zu beseitigen, werden die bisherigen Loggien in die Wohnungen integriert und durch vorgestellte Balkone ersetzt. Das führt zu zwei Effekten: Die Wohnfläche des Turms erhöht sich insgesamt und die Balkone sind von der Gebäudehülle thermisch getrennt.

Der Aufwand lohnt sich. Der Heizenergieverbrauch des Komplexes geht von bislang 68 Kilowattstunden pro m² und Jahr (kWh/m²a) um fast 80 Prozent auf unter 15 kWh/m²a zurück. Der Primärenergiebedarf sinkt von 185 auf 106 kWh/m²a.

Wegweisend für Sanierung von Großwohnsiedlungen

Das Freiburger Passivhochhaus dürfte wegweisend für energetische Sanierungsprojekte in Großsiedlungen der 1950er- bis 1980er-

Jahre sein, die viele Städte vor sich herschieben. Für die wissenschaftliche Begleitung von „Weingarten-West“ bis 2020 hat das

Bundeswirtschaftsministerium 1,1 Millionen Euro aus dem Programm „Energieeffiziente Stadt“ zugesagt. Das ermöglicht die praktische

Erprobung neuer Verfahren und Materialien.

Kontakt

Kristina Reinel

Ehrenbachstr. 1

79780 Stühlingen


Tel.: 07744 57 1355