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EU stuft Weißpigment Titandioxid offiziell ein

EU stuft Weißpigment Titandioxid ein. Initiative Pro Titandioxid Bild in voller Größe anzeigen

EU stuft Weißpigment Titandioxid ein. Antworten auf detaillierte Fragen gibt die „Initiative Pro Titandioxid“. Foto: www.initiative-pro-titandioxid.de

Am 18. Februar 2020 hat die Europäische Union das Weißpigment Titandioxid als "möglicherweise krebserregend beim Einatmen" (Kategorie 2) eingestuft. Nach der Veröffentlichung im Amtsblatt der EU tritt die Verordnung nun 20 Tage nach ihrem Erscheinen in Kraft. Danach gilt eine 18-monatige Übergangsfrist, damit die Einstufung in der gesamten Lieferkette umgesetzt werden kann. 18 Monate nach Inkrafttreten der Verordnung sind die Anpassungen überall verbindlich anzuwenden.

Diese Einstufung der Kommission erfolgte gegen das Votum der Mehrheit der Experten der EU-Mitgliedstaaten.

Das reaktionsträge Weißpigment wird in vielen industriellen Anwendungen eingesetzt: Die Farben-, Lack- und Druckfarbenindustrie ist weltweit der größte Nutzer. Titandioxid wird aber auch in vielen anderen Produkten, etwa in Konsumgütern oder der Kosmetik, verwendet.

Flüssige und feste titandioxidhaltige Gemische, wie die meisten Farben, Lacke und Druckfarben, sind von der Einstufung ausgenommen. Für sie ist lediglich ein Warnhinweis auf dem Etikett vorgesehen, der vor dem Einatmen lungengängiger Tröpfchen bzw. lungengängigen Staubes warnt.
Pulverförmige Mischungen, wie etwa Pulverlacke, werden von der Einstufung gleichwohl erfasst. Sto-Produkte sind von dieser Einstufung aber in keinem Fall betroffen.

Antworten auf detaillierte Fragen gibt die „Initiative Pro Titandioxid“ des Verbandes der deutschen Lackindustrie VdL. Zur Website www.initiative-pro-titandioxid.de