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Hotelneubau stimmig ins Stadtbild eingegliedert

In der altehrwürdigen Universitätsstadt Jena findet sich in der Unterlauengasse die Gastwirtschaft „Zur Noll“. Das seit 1864 bestehende Wirtshaus umfasst heute einen Restaurant- und Hotelbetrieb. 2016 fiel die Entscheidung, die Hotelkapazität durch einen Neubau zu erweitern. Die Jenaer Architektin Sabine Walther wurde beauftragt, einen Ergänzungsbau zu entwerfen, der die bestehenden 22 Hotelzimmer um weitere 23 ergänzt.

Das Viertel am Rande der Altstadt ist geprägt von historischen Bürger- und Handwerkerhäusern. Der Baukunstbeirat der Stadt Jena nahm demzufolge von Anfang an Einfluss auf die Planung. Das neue Eckgebäude sollte gleichermaßen markant und gut integriert in das bestehende Denkmal-Ensemble sein. Und es galt noch weitere Hürden zu überwinden: Die Gründung des viergeschossigen Neubaus war schwierig, da der Untergrund aus Flusskies besteht. Eine Durchfahrt musste den Innenhof auch für Feuerwehrfahrzeuge erschließen, und die Südfassade hatte den Anforderungen an eine Brandschutzwand zu genügen. Dass dieses enge Korsett aus Vorschriften, Anforderungen und Notwendigkeiten nicht zu einer beliebigen Investorenarchitektur – garniert mit einigen historischen Zitaten – führte, verdankt sich dem Mut der Bauherrin und dem Fingerspitzengefühl der Architektin.