Zurück

Die Fensterbank

WDVS-Details Serie 1/3

  • Sauber planen, fachmännisch ausführen
  • Profi-Produkte verwenden
  • Sicher sanieren, stressfrei tauschen


Das korrekte Funktionieren von WDV-Systemen beruht, wie bei vielen Wind und Wetter ausgesetzten Bauteilen, auf sauber geplanten und fachmännisch ausgeführten Details bei den Bauteilanschlüssen und vor allem an den Gebäudeöffnungen. WDVS-Anschlüsse müssen darum vor allem drei zentralen Anforderungen gerecht werden: Sie müssen sicher und dauerhaft sein, sie müssen wärmebrückenfrei und ebenso rasch wie fehlerfrei erstellbar sein.

Die richtige Fensterbank richtig montieren
Gerade im Fensterbereich ist es besonders wichtig, dass alle Detailanschlüsse optimal ausgeführt sind, damit kein Wasser in die Dämmebene eindringen und die Funktionalität des Gesamtsystems beeinträchtigen kann. Doch in der Praxis erfolgt die Zusammenarbeit der Gewerke, die an den Fensteranschlüssen beteiligt sind (Maurer, Fensterbauer, Rollladen- oder Jalousienmonteur, Stuckateur, Maler), oft unkoordiniert, was nicht selten zu mangelhaften und/oder unansehnlichen Ergebnissen führt.

So kommt es immer wieder vor, dass Rollladenkästen überdämmt werden müssen, die aber nicht mit einer geeigneten Oberfläche für eine Putzhaftung versehen sind oder bei denen korrekte Putzanschlüsse fehlen. Fenstermonteure bauen nicht selten Fensterbänke ein, die nicht für einen Anschluss an ein WDV-System geeignet sind. Aluminium-Fensterbänke dehnen sich bei Wärme stark aus und diese thermischen Längenänderungen müssen von bewegungsaufnahmefähigen Seitenteilen aufgenommen werden, um Spannungsrisse im Putzsystem zu vermeiden.

Diese Gleitabschlüsse der Fensterbank müssen mindestens 18 Millimeter breit sein und werden in der Regel komplett ins Dämmsystem eingeputzt. Ihre Position ist somit maßgebend für das lichte Laibungsmaß. Dieses korrekt einzuhalten, ist schon darum notwendig, damit die Fensterrahmen (nach DIN 4108 Bbl. 2) mindestens 30 Millimeter weit überdämmt werden können, was bei der Auswahl falscher Fensterbanklängen nicht möglich ist. Auch die Ausladung der Fensterbank richtet sich nach der Dämmstoffstärke, sodass ein Überstand über den Oberputz von 30 bis 50 Millimetern gewährleistet ist.

Anschließen, aber richtig!
Beim Anschluss der Fensterbank an den Fensterrahmen muss die hintere Fensterbank-Aufkantung schlagregendicht mit einem Fugendichtband hinter die wasserführende Ebene des Rahmens an das nach hinten versetzte Fensterbank-Anschlussprofil montiert werden (siehe Bild). Dabei sollte die Fensterbank keinesfalls in die unteren Fensterrahmennuten eingeschoben werden, da im Falle einer verdeckten Entwässerung der Wasseraustritt über eine dieser Profilnuten erfolgt. Die Fensterbänke sollten darum stets mit einem ausreichenden Spalt zwischen Fensterrahmen und Fensterbanksteg für eine kontrollierte Wasserabführung montiert sein.

Hinzu kommt, dass die konstruktionsbedingt durchgehend offenen Profilnuten des Fensterrahmens an den Seiten geschlossen werden müssen (in der Regel mit einem elastischen Dichtstoff), um zu verhindern, dass Wasser (z. B. durch Winddruck bei Schlagregen) seitlich ins System eindringen kann.

Bei Neubauten lassen sich diese Forderungen mit der fachgerechten Montage der wasserdichten, dehnfähigen Aluminium-Fensterbank StoFentra Profi umsetzen, während sich in der Sanierung vor allem die Fensterbank StoFentra Duo bewährt hat: Sie lässt sich einfach in die bereits fertige Laibung mit zweiter Dichtebene einbauen und nimmt dank des Gleitabschlusses Längenänderung durch Temperaturschwankungen ebenfalls problemlos auf.

Sicher sanieren, stressfrei tauschen
Perfekter Partner der Fensterbank StoFentra Duo ist der Sto-Fensterbankkeil Pronto XPS, der als Dämmung und zweite Dichtebene unter der Aluminium-Fensterbank zum Einsatz kommt. Dort sorgt er mit einem flexiblen Dichtband aus Butylkautschuk (StoSeal Band Elast) zwischen Fensterbankkeil und Fensterrahmen sowie zwischen Fensterbankkeil und Laibungselement für zusätzliche Sicherheit bei Schlagregen. Diese Konstruktion entspricht den aktuellen "Empfehlungen für den Einbau/Ersatz von Metallfensterbänken" der Gütegemeinschaft Wärmedämmung von Fassaden.

Die Montage des Fensterbankkeils (Pronto XPS 5°) ist einfach: Auf die Brüstung wird ein einkomponentiger Klebeschaum (Sto-Turbofix) aufgetragen, der Fensterbankkeil wird am Fensterrahmen verklebt und mit fünf Grad Gefälle ausgerichtet. Ein zusätzliches Dichtband zwischen Fensterbankkeil und Fensterrahmen sowie zwischen Fensterbankkeil und Laibungselement stellt eine dauerhafte zweite Dichtebene sicher.

Überdies ermöglicht StoFentra Duo erstmals den Einbau der Fensterbank nach der Fertigstellung des Oberputzes. Dies erspart Abklebearbeiten und verringert die Gefahr, dass die Fensterbänke während der Dämmarbeiten beschädigt werden. Außerdem können die Dämmplatten rund um das Fenster viel zeitsparender montiert werden, da einerseits der maßgenaue Plattenzuschnitt an eine 5-Grad-geneigte Fensterbank und andererseits das Anbringen von bisher notwendigen Fensterbankhaltern entfällt.

Die letzten Schritte bei der richtigen Montage
Nach der Montage der Laibungsplatten werden das lichte Maß zwischen ihnen und die Brüstungstiefe inklusive drei bis fünf Zentimetern Überstand gemessen. Die Länge des Fensterbankprofils wird bei der Herstellung so berechnet, dass es sich frei im Gleitabschluss bewegen kann. Während die Fensterbänke hergestellt werden, kann die Fassadenfläche bereits armiert werden. Erst nach der Flächenarmierung werden die StoFentra Gleitabschlüsse Duo an den Brüstungsenden angebracht. Und erst nach dem Auftragen des Oberputzes wird schließlich das Fensterbankprofil selbst auf der Brüstung verklebt.

Die seitlichen Bewegungsfugen werden abschließend durch die mitgelieferten StoFentra Duo Abdeckprofile überdeckt; die Optik ist perfekt, Spannungsrisse im Putzsystem sind ausgeschlossen und Regenwasser wird sicher und dauerhaft nach außen abgeleitet. Muss eine Fensterbank aufgrund einer mechanischen Beschädigung ausgetauscht werden, kann StoFentra Duo leicht entfernt werden, da die Bordprofile nicht im Dämmsystem eingeputzt sind. Die Fensterbank wird einfach demontiert, die zweite Dichtebene ausgebessert und die neue Fensterbank eingeklebt.

Profi-Produkte rund ums Fenster

StoFentra Profi

Die konkreten technischen Details aller Produkte finden Sie hier.