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Entsorgung von Styropor

Entsorgung EPS

Bundesrat vereinfacht Entsorgung von Abfällen aus früher verbauten Dämmplatten

Am 7. Juli 2017 stimmte der Bundesrat einer neuen „Verordnung zur Überwachung von nicht gefährlichen Abfällen mit persistenten organischen Schadstoffen und zur Änderung der Abfallverzeichnis-Verordnung“ zu. Danach wird die Entsorgung von vor 2015 hergestellten XPS- und EPS-Dämmplatten wieder einfacher. Wärmedämmplatten mit dem Brandschutzmittel Hexabromcyclododecan (HBCD) werden als nicht gefährlicher Abfall eingestuft und benötigen keine Sondergenehmigung für die Entsorgung. Zu beachten ist dabei ein Getrenntsammlungsgebot und ein Vermischungsverbot mit anderem Bauschutt.

Die Verordnung betrifft die Entsorgung von Abfällen, die persistente organische Schadstoffe (POP) enthalten, zu denen das Flammschutzmittel Hexabromcyclododecan (HBCD) zählt. Die Bundesregierung hat nun gemeinsam mit den Ländern eine dauerhaft tragfähige Lösung der Überwachung und Entsorgung von allen POP-haltigen Abfällen gefunden, ohne dass es deren Einstufung als gefährlicher Abfall bedarf.

Entsorgungsengpässe entschärft

Dadurch wurden die in 2016 entstandenen Entsorgungsengpässe entschärft.
Die komplette Verordnung finden Sie hier

Besondere Aufmerksamkeit ist der Ausnahmeregelung in Bezug auf Wärmedämm-Verbundsysteme bei der Getrennthaltung zu schenken – auf Seite 16 ff unter bbb) Moratorium für HBCD-haltige Abfälle beschrieben. Ebenso zu beachten ist die Nachweisführung, die im Regelfall im Rahmen des "Sammelentsorgungsnachweisverfahrens per Übernahmeschein in Papierform" über vorhandene Nachweisdokumente einfach abgewickelt werden kann (Seite 20).