Fakten über Wärmedämmung

Sicherheit hat bei WDVS höchste Priorität

Branschutz

Der Brandschutz von Gebäuden ist von zentraler Bedeutung. Deshalb sind die in Deutschland geltenten hohen Anforderungen in den Landesbauordnungen und zahlreichen Baustoff-Normen verankert. Diese schließen selbstverständlich auch Wärmedämmungen sowie deren Bestandteile mit ein. Die Einhaltung dieser Vorschriften und Normen ist eine wichtige Voraussetzung für die Sicherheit von Wärmedämmungen im Brandfall.

Besonderes Aufsehen erregten Medienberichte zum Thema "Sicherheit im Brandfall", da sie den Eindruck erweckten, dass WDVS im Brandfall an Fassaden erhöhte Risiken produzieren und dass es reale Brandfälle gegeben habe, bei denen diese erhöhten Risiken zu beobachten waren.

WDV-Systeme sind sicher

Das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt), das in Deutschland für die Beurteilung des Brandverhaltens von Baustoffen und Bauteilen zuständig ist, und an der Erstellung der Bauordnungen entscheidend beteiligt ist, hat zur Darstellung in den Medien und den dort erhobenen Vorwürfen eine Presseerklärung und eine Stellungnahme auf seiner Internetseite veröffentlicht (dibt.de). Es wird darin zweifelsfrei festgestellt, dass die bisher zugelassenen WDV-Systeme sicher sind.

Die folgenden Antworten des Arbeitskreises Brandschutz des Fachverbandes WDVS entstanden unter Mitwirkung von Dipl.-Phys. Ingolf Kotthoff, MFPA Leipzig. Sie nehmen Stellung zu den üblichen Brandschutzanforderungen bei WDVS sowie zu zwei realen Bränden und einem Brandversuch, die in der Fernsehsendung "45 Minuten - Wahnsinn Wärmedämmung" des NDR vom 28. November 2011 thematisiert wurden. Jahrzehntelange Forschung, zahlreiche Brandversuche und Untersuchungen im Rahmen von Zulassungen des Deutschen Instituts für Baustofftechnik (DIBt) belegen, dass


  • bauaufsichtlich zugelassene WDVS unter Verwendung von flammgeschützem Polystyrol-Hartschaum im Brandfall an Fassaden bei anwendungsgerechter und zulassungskonformer Ausführung zusätzlicher Brandschutzmaßnahmen (dort wo erforderlich) zu keinen erhöhten Risiken führen,
  • die dargestellten Schadensfeuer in Berlin-Pankow 2005 bzw. Delmenhorst 2011 keinesfalls belegen, dass durch die dort eingesetzten WDVS ein erhöhtes Risiko entstand und
  • es sich bei dem in der MPA Braunschweig durchgeführten Brandversuch nur um einen zweckorientierten Demonstrationsversuch handelte, der weder normgerecht war, noch ein realistisches Szenario abbildete.

Die wichtigsten Fakten zum Thema Brandschutz

NDR-Beitrag "Wahnsinn Wärmedämmung"

Deutsches Institut für Bautechnik

DIBt Hinweis

Das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) in Berlin informiert über zukünftige Verbesserungen bei der Ausführung von WDVS mit EPS-Dämmstoff.

Hessische Energiespar-Aktion

Die Broschüre der Hessischen Energiespar-Aktion klärt anhand von Beispielen anschaulich über das Brandrisiko bei Fassadendämmungen auf.

we - Fachmagazin für die Wohnungswirtschaft

Welchen Einfluss haben Polystyrol gedämmte Fassaden tatsächlich auf das Brandrisiko? Das we-Magazin Technik-Spezial klärt auf.

Presseerklärung DIBt

Stellungnahme des DIBt zum SPIEGEL-Online-Artikel "Styropor-Platten in Fassaden –Wärmedämmung kann Hausbrände verschlimmern" und zum Beitrag des NDR in der Sendung "45 Minuten" am 28.11.2011